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Private Krankenversicherung

Sie sind gesetzlich krankenversichert und wollen einen Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) vornehmen? Ist solch ein Wechsel denn überhaupt für jedermann möglich? Welche Vorteile bietet mir eine PKV. Gibt es auch Nachteile im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)? Das Thema "PKV" wirft viele Fragen auf, die hier geklärt werden sollen.

Wer kann alles einer privaten Krankenkasse beitreten?

Für Arbeiter und Angestellte ist die Höhe des jährlichen Bruttoeinkommens entscheidend für den Abschluss einer privaten Krankenversicherung. So wird ein Einstieg erst dann möglich, wenn das Jahresbruttoeinkommen über einer gewissen Versicherungspflichtgrenze liegt. Für das Jahr 2008 beläuft sich diese Grenze auf 48.150,- Euro. Damit ist bei jährlich 12 Monatsgehältern ein monatlicher Bruttolohn von 4.012,50 Euro nötig, um einer privaten Krankenkasse beitreten zu können.

Diese Regelung entfällt bei Selbständigen und Freiberuflern, denn Sie unterliegen nicht der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse und können sich daher jederzeit, ungeachtet Ihres Einkommens, privat versichern. Gleiches gilt auch für Selbständige in Heilberufen, wie z.B. Ärzte, Zahnärzte oder Apotheker. Jedoch sind wiederum einige Künstler und Handwerksmeister von dieser Regelung ausgenommen und müssen sich daher zunächst gesetzlich versichern.

Beamte unterliegen nicht der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht und können daher ohne jede Einschränkung eine PKV abschließen.



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Welches sind die Vorteile einer PKV?

  • Zusammenstellung eines maßgeschneiderten Tarifs mit individuell angepassten Leistungen
  • Freie Arzt- und Krankenhauswahl
  • Einbettzimmer im Krankenhaus
  • Beitragsrückerstattung bis zu 6 Monatsbeiträgen bei Leistungsfreiheit
  • Je nach Tarif werden bis zu 100% der Zahnersatzkosten übernommen
  • Je nach Tarif ist eine volle Kostenerstattung von allen medizinisch notwendigen Heil- und Hilfsmitteln möglich

Welches sind die Nachteile einer PKV?

  • Steigende Beiträge bei höherem Eintrittsalter
  • Risikoaufschläge oder Ausschlüsse von Leistungen sind bei Vorerkrankungen möglich
  • Arztrechnungen müssen durch den Versicherten bis zur Erstattung durch die private Krankenversicherung vorausbezahlt werden
  • Jedes Familienmitglied muss einen eigenen Versicherungsvertrag abschließen
  • Keine Beitragsaussetzung in der Mutterschaft oder in der Elternzeit
  • Ein Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenkasse ist in der Regel nicht möglich

Fazit:

Ein Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenkasse sollte gut überlegt sein, da man nicht ohne weiteres in die GKV zurückkehren kann. Unabhängig davon, empfiehlt sich der Einstieg in die PKV in jungen Jahren, da der Beitrag nach Risikoschätzung dann noch gering ist. Außerdem ist die Krankenkasse verpflichtet, aus den Beiträgen Rücklagen zu bilden, wodurch eine gewisse Beitragsstabilität sichergestellt wird. Somit können auch in hohem Alter die Beiträge noch gering gehalten werden. Dieser Effekt lässt sich verstärken, indem man freiwillig mehr bezahlt, um sich für das Rentenalter Rücklagen zu schaffen.




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